Aguila WIM / WILD
Wiegen in der Fahrt / Radkraftmessung
Beschreibung
Die Räder von Schienenfahrzeugen sind extremen Belastungen ausgesetzt, die zwangsläufig zu Verschleiß führen. Flachstellen und Schäden an der Lauffläche sind typische Anzeichen dafür. Unmittelbare Folge dieses Verschleißes sind stärker schwankende Vertikalkräfte zwischen Rad und Schiene.
Aguila (WILD/WIM) erkennt Flachstellen, unrunde Räder und weitere Radschäden, die die Infrastruktur beschädigen können (WILD). Denn ein gestörter Radlauf beeinträchtigt die Laufruhe des Zuges, kann zu Heißläufern führen und die im Gleis verbauten Überwachungssysteme schädigen. Aguila prüft die Räder der Fahrzeuge auf Rundlauf und meldet Abweichungen an die Leitstelle. Das System lässt sich zugleich als dynamische Gleiswaage (WIM) nutzen.
Das Messprinzip beruht auf im Gleis montierten Sensoren in einzigartiger Faseroptik-Technologie. Das System misst die vom Rad auf die Schiene wirkende Kraft direkt, die Messwerte werden unmittelbar zwischen Schwelle und Schiene erfasst. Durch die Sensorlage und das direkte Messprinzip gibt es KEINE blinden Stellen – auch nicht über den Schwellen und unabhängig vom Raddurchmesser.
Das System AGUILA WIM/WILD lässt sich auf Metrostrecken, Güterstrecken mit schweren Zügen, konventionellen Strecken sowie auf Hochgeschwindigkeitsstrecken einsetzen.
Die Vorteile des AGUILA-Systems im Überblick:
- Geringer Installationsaufwand
- Faseroptische Sensoren halten den Installationsaufwand gering: Der Sensor wird
in einem einfachen Arbeitsschritt zwischen Schiene und Schwelle eingesetzt.
Einbau und Wartung erfolgen schnell und bei jedem Wetter. - Sicherheit
- AGUILA erkennt Laufflächenschäden zuverlässig, da das System den gesamten Radumfang lückenlos erfasst.
- Wartungsfreundlich
- Zum Stopfen muss das System nicht ausgebaut werden.
- Vielseitig
- Neben der Flachstellenüberwachung lässt sich AGUILA auch als
dynamische Gleiswaage einsetzen.
Technische Daten
- Erkennung sämtlicher Radschäden (unrunde Räder, Flachstellen usw.)
- Faseroptik-Technologie (unempfindlich gegen elektromagnetische Störungen)
- Einzigartiges Messprinzip: Die Kraft wird direkt am Entstehungsort gemessen (keine indirekte Messung über die Schienenbiegung)
- Keine blinden Stellen dank des einzigartigen Messprinzips, unabhängig vom Raddurchmesser
- Einfache Installation und Wartung (Einbau an einem Tag)
- Radlasten bis 40 t
- Erfassung des Zuggewichts, Überwachung von Überlast und asymmetrischer Beladung
- Reproduzierbarkeit des Zuggewichts: +/- 1 bis 3 %
- Stopfbar (Schotterstopfen ohne Ausbau der Sensoren)
- Integriertes Schotterbewertungssystem (BAS)
- Integrierte Selbstkalibrierung und Selbstüberwachung
- Max. Achszahl: 3000
- Geschwindigkeitsbereich 5–400 km/h
- Messlänge mit 4 bis 48 F-Sensoren (2,4 m–28,8 m bei 0,6 m Schwellenabstand)
- Stabile, eindeutige Lage der F-Sensoren zwischen Schwelle und Schiene (kein Verrutschen möglich)
- Spitzenkraftmessung bis 650 kN
- Konform zu EN 55011:98 + A1:99 + A2:02, Klasse B (Störaussendung), EN 50121-4:00 (EMV), EN 15654-1:2015
- Entwicklung nach EN 50128
- Automatische Identifikation von Lokomotiven, Wagen und Zugverbänden